Wer sich testet, muss als “Verdachtsfall” in Quarantäne

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Was für fatale Auswirkungen ein einziger positiver und nichtsaussagender Corona-Test haben kann, zeigt ein aktueller Fall, der mir zugetragen wurde: Weil in der der KiTa seines Sohnes eine Erzieherin der Nachbargruppe positiv auf Corona getestet wurde, durfte der Sohn nicht mehr in die KiTa und gilt als Quarantänefall – ganz ohne Test. In einem Schreiben der KiTa selbst heißt es, dass Eltern erst in Quarantäne müssen, wenn das Kind nachweislich infiziert ist. Das Kind wurde aber nicht mal getestet, durfte trotzdem nicht in die KiTa.

Nur um in der Firma weiter arbeiten zu können, ließ sich der Vater testen. An der Stelle wird es interessant, denn im Schreiben vom Ordnungsamt Dresden, dass mir vorliegt, heißt es:

Am 10. Januar 2021 nahmen Sie im Jugendamt (…) einen Termin wahr, obwohl Sie sich am vorgenannten Tag einer Testung auf SARS-CoV-2 unterzogen haben und damit als Verdachtsperson galten. (…) Ab dem Zeitpunkt Ihrer Testung hätten Sie Ihre häusliche Unterkunft nicht mehr verlassen dürfen.

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Man wird also schon isoliert, bevor ein Ergebnis überhaupt vorliegt. Miniority Report lässt grüßen. Dem Vater wird jetzt ein Bußgeld angedroht, gegen das er natürlich Widerspruch eingelegt hat. Fakt ist, Vater und Sohn sind kerngesund und stellen für die Gesellschaft natürlich keine Gefahr dar. Es ist ein sinnloser Test, der Menschen wie sie unnötig isoliert. Das erreicht aber eine völlig neue Dimension, wenn Menschen schon ohne Test und ohne Ergebnis isoliert werden.

Der Vater lässt sich das jedenfalls nicht gefallen und hat dem Amt schon geantwortet.

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Corona-Prävention im Film

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